Das "Brel" ist ein Ableger des Bar-Klassikers Gainsbourg am Savignyplatz und natürlich nach Serges Gainsbourgs Sängerkollegen Jacques benannt. Der war Belgier, und darum ist die Karte des Restaurants belgisch inspiriert: solide Bistroküche (kann ich bestätigen - webmaster) ohne Schnörkel, die neben den Klassikern "Muscheln mit Pommes" und Krabben-Cocktail Weiteres für Traditionalisten serviert: Roastbeef, Kalbsleber, Zwiebelsuppe, und Bratkartoffeln.
In dem Lied "Jef" versucht Brel seinen deprimierten Kumpel mit Aussicht auf
"moules frites" aufzumuntern. Dazu empfiehlt der Sänger Moselwein. Im "Brel" dagegen kommt böhmisches Bier in die Gläser.
Platz gibt es genug in dem grossen Raum, der an Atmosphäre gewinnt, wenn er sich mit Gästen füllt.
Bis in den Herbst ist die Terrasse zum Savignyplatz ein prima Ort, um Leute zu begucken. Manchmal singt der Wirt selbst. Seine Stimme ist aber nicht so gut wie Brels, der Stimmung tut dies aber keinen Abbruch.
Schönster Platz: direkt an einem der geöffneten Fenster
Bester Cocktail: Gimlet
Bestes Essen: gebratene Blutwurst mit Zwiebeln, Apfel und Kartoffelpüree
Margit Miosga
Quelle: Handelsblatt
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Susanne Grieshaber